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HCI
Verfahrensschema: HCI-Rektifikation

Salzsäureherstellung

Die bei der Abgasreinigung entstehende Rohsäure wird in einer separaten HCl-Rektifikationsanlage zu einer technisch reinen 30%igen Salzsäure entsprechend DIN EN 939, Typ 1, aufkonzentriert, die in der chemischen Industrie, dem Baugewerbe oder in Kraftwerksanlagen Absatz findet. Ein Teil davon wird in der Vollentsalzungsanlage der MVR zum Erzeugen von Kesselspeisewasser aus Elbwasser und zur Kondensatreinigung genutzt.

Die Salzsäurerektifikationsanlage besteht aus fünf Stufen:

  • Brom-Jod-Stripping unter Zugabe von Natriumhypochlorit und Absorption dieser Halogene durch Dosierung von Natronlauge und Natriumthiosulfat

  • Vorverdampfung der Rohsäure mit Abscheidung von Fluorwasserstoff durch Bindung mittels Aluminiumchlorid

  • HCl-Destillation und Vorkonzentrierung auf ca. 17%ige Salzsäure

  • HCl-Desorption mit Calciumchlorid

  • HCl-Absorption mit vollentsalztem Wasser, Einstellung der Konzentration auf 30 %.

Die bei der Salzsäurerektifikation anfallenden Stoffe, überwiegend wasserlösliche Salze, werden als neutralisierte Mischsalzlösung kontinuierlich ausgeschleust. Diese wird entweder als flüssige Sole zum Versatz von Salzkavernen verwendet oder - bei höherem Schadstoffgehalt - in einem Dünnschichtverdampfer zu festen Mischsalzen aufkonzentriert, die in Untertagedeponien entsorgt werden.

Dieses Verfahren ist zwar teurer als andere Verfahren, stellt aber die ökoeffizienteste Lösung für die Verarbeitung der Chlorfracht des angelieferten Abfalls in der Müllverbrennung dar. Dieser Sachverhalt wurde im Rahmen einer Ökoeffizienzstudie belegt.

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