Wenn Müll verbrannt und verwertet worden ist, bleiben Wertstoffe übrig: Schlacke, Eisenschrott, NE (Nicht-Eisen)- Metalle wie Aluminium, Kupfer, Messing sowie Salzsäure und Gips.
Die Entschwefelungsanlage der MVR liefert feinen Gips - reiner als das natürliche Produkt. In einer Zentrifuge wird der Gips auf einen Feuchtgehalt unter 10 % getrocknet. Der Gips wird in der Bauindustrie zur Herstellung von Putzgips eingesetzt.
Ein Bund-/Länder-Papier bestätigt diese Aussage: "Die Aufbereitung von Kalziumsulfatschlamm zu REA-Gips zur Verwendung in der Gips verarbeitenden Industrie durch Eindicken, Entwässern, einschließlich der Entfernung von Störstoffen, Trocknen und Konfektionierung stellt eine stoffliche Verwertung durch das Gewinnen von Stoffen aus Abfällen dar. REA-Gips ist dem substituierten Naturgips qualitätsmäßig vergleichbar."
Bei der Abgasreinigung entsteht 10 bis 12%ige Roh-Salzsäure. Diese wird in einer unabhängig von der Anlage betriebenen Rektifikationsanlage zu 30%iger technisch reiner Salzsäure aufbereitet. Die chemische Industrie und Kraftwerke sind dankbare Abnehmer für die MVR Salzsäure.
Schließlich bleiben Metall, Schrott und Schlacke als Wertstoffe übrig. In der MVR fallen jährlich rund 75.000 Mg Schlacke an. Unsere Schlacke ist ein sehr guter Baustoff für den Straßenbau. Er dient als stabiler Untergrund für eine neue Asphaltdecke. Die angebotene Schlacke wird vom "Hanseatischen Schlackenkontor" in den Markt gebracht. Der Eisenschrott und die Nicht-Eisen-Metalle werden in Metallhütten wieder als Rohstoffe verwendet.