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umweltfeundliches Kühlwasser
Wasserbilanz

Wasser

Für den Betrieb der Verbrennungsanlage mit ihren Nebeneinrichtungen wird Wasser, z. B. zur Umwandlung der Energie aus Müll in Form von Dampf an die Prozessdampfabnehmer, als Kühlwasser für die Stromerzeugung oder für die Absorption von sauren Schadgasen aus dem Abgas in der Abgasreinigung, benötigt.

Als Betriebswasser nutzt MVR vorrangig das anfallende Dachflächen- und Verkehrsflächenwasser, also die erfassten Niederschlagswässer der zwei Bereiche, und führt alle Betriebswässer im Kreislauf. Dadurch wird das Bild einer nachhaltigen Trinkwassereinsparung, die weit über die EU-Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie hinausgeht, abgerundet.

Nur bei zu geringem Regenwasseranfall wird Betriebswasser von der Kühlwasserentnahme aus dem Köhlbrand abgezweigt. Für den Kessel wird aus dem Elbwasser qualitativ hochwertiges Kesselspeisewasser (vollentsalztes Wasser) in einer aufwendigen Anlage erzeugt. Ca. 60 % des Speisewassers werden als Kondensatrücklauf von den Dampfkunden erneut bei MVR aufbereitet, sprich im Kreislauf geführt.

Das Kühlwasser für die Turbine wird aus dem Köhlbrand entnommen und erwärmt wieder eingeleitet. Die zulässige Aufwärmspanne wird dabei aber nur selten ausgenutzt. Das zurückgeführte Wasser wird durch das Überströmen einer Kaskade am Auslaufbauwerk mit Sauerstoff angereichert, und somit ein positiver Effekt auf die Sauerstoffbilanz des Köhlbrands erziehlt. Eine ausreichende Sauerstoffanreicherung wird durch Messungen überwacht.

Die Planungsempfehlung der UVU (Umweltverträglichkeitsuntersuchung) geht von einer möglichst tiefen Kühlwasserentnahme aus dem Köhlbrand aus. Diese Vorgabe wird durch wiederkehrende Messungen und Ausbaggerungen des Einlaufpriels sichergestellt.

Trinkwasser wird nur für die Sanitäreinrichtungen und Küchen gebraucht sowie in Notfällen bei Störungen in der Wasseraufbereitung. Nur die häuslichen Schmutzabwässer werden in das städtische Siel eingeleitet.

Der hohe Trinkwasserverbrauch 2007 ist auf eine Leckage im Rohrleitungsnetz zurück zu führen, die lange Zeit nicht bemerkt wurde. Die Ablesung der Zählerstände erfolgt künftig in kürzeren Zeitabständen, um ungewöhnlich hohe Verbräuche früher zu erkennen.

 

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